
Die Entstehung des "Museums der Stadt Bielefeld" geht auf die Sammeltätigkeit interessierter Privatpersonen zurück.
1889
Dieses Jahr gilt als das Gründungsjahr des Bielefelder Museums, da die Stadt einige Räumlichkeiten der Sparrenburg zu diesem Zwecke zur Verfügung stellt.
1906
Das Städtische Museum, beheimatet in der Kaselowsky-Villa auf dem heutigen Grundstück der Kunsthalle, wird mit einer naturwissenschaftlichen und einer historischen Abteilung eröffnet.
1930
Nachdem die historische Sammlung ausgegliedert wird, gibt es das erste alleinige Naturkunde-Museum.
1946 bis 1964
In diesen Jahren gibt es für das Naturkunde-Museum keine Bleibe. Die Kaselowsky-Villa wird pädagogische Akademie. Eine notdürftige Unterbringung der Exponate führt nicht nur zu Beschädigungen, sondern auch zum Verlust vieler Stücke. Besonders beklagenswert ist die Übereignung der Ammonitensammlung von Althoff mit über 1.000 Exemplaren und anderer geologischer Sammlungen von Althoff an das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung, Hannover.
1964
Das Naturkunde-Museum in Bielefeld wird als eine Abteilung des damals noch bestehenden Städtischen Museums wieder begründet.
In den Folgejahren sorgt der damalige Museumsleiter, Dr. Martin Büchner, in Übereinstimmung mit namhaften Mitgliedern des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. dafür, dass die Sammlungsbestände enorm erweitert und Forschungsarbeit betrieben werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Gebieten der Mineralogie, Geologie (Paläontologie) und Entomologie.
1977
Das Gebäude an der Stapenhorststraße 1 wird abgerissen. Magazine und Arbeitsräume werden in die Kreuzstr. 38 verlegt. Ausstellungsräume gibt es nicht mehr.
Planungen für den Umzug in ein anderes Gebäude werden in den kommenden Jahren ebenso fallen gelassen wie die Planungen für einen Neubau.
1986
Das Naturkunde-Museum bezieht den historischen Spiegel'schen Hof aus dem Jahre 1540, der dem Naturkunde-Museum nach fast 10jähriger Pause wieder die Gelegenheit gibt, seine Exponate auf knapp 500 Quadratmetern der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Neben der großen geologischen Ausstellung, die nur einen Bruchteil der Sammlungsbestände umfasst, zeigt die biologisch-ökologische Ausstellung naturnahe Lebensräume der Bielefelder Umgebung mit einigen ihrer typischen Bewohner.
Im restaurierten Kellergeschoss mit seinen reizvollen Kreuzgewölben ist die Mineralogie untergebracht, zu der farbenprächtige Mineralien aus den Mittelgebirgen und Erze gehören.
Doch auch dieses Gebäude ist nur als Provisorium gedacht. Es werden Überlegungen angestellt, dass Museum in die "Neue Hechelei" im Ravensberger Park zu verlegen.
1997
Einstimmige Beschlussfassung des Kultur- und Sportausschusses das Naturkunde-Museum in der "Alten Tischlerei" im Ravensberger Park unterzubringen.
1999
Frau Dr. Isolde Wrazidlo wird von der Stadt Bielefeld als Leiterin des Naturkunde-Museums eingestellt und mit den Planungen für das neue Museum Natur und Umwelt beauftragt.


