Dr. Isolde Wrazidlo

Seit Mai 1999 liegt die Leitung des Naturkunde-Museums in den Händen von Dr. rer. nat. Isolde Wrazidlo. Sie legte ihr Abitur 1978 am Gymnasium Sulingen ab und erlernte anschließend den Beruf der Staudengärtnerin. In der Zeit von 1980 bis 1986 studierte sie Biologie mit den Schwerpunkten Zoologie, Botanik, Anthropologie und Entwicklungsbiologie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Dem Studium schloß sich die Promotion an, die die Wechselbeziehung von "Räuber-Beute-Systemen" zum Thema hatte. Während dieser Zeit arbeitete sie ehrenamtlich beim Tierarten-Erfassungsprogramm des Landes Niedersachsen mit und führte Praktika und Seminare an der Universität durch.

Im Jahre 1991 zog es sie beruflich an die Nordsee. Sie übernahm die Leitung des Nationalpark-Hauses auf Wangerooge. Neben einer attraktiven Gestaltung der Ausstellungsräume und der interessanten Vermittlung von Informationsinhalten galt ihr besonderes Interesse den Führungsangeboten und hier speziell denen, die sich an Kinder richten und ihnen die Welt der Tiere, Pflanzen, der Gezeiten, der Witterung usw. nahebringen wollen.

Mit der Übernahme der Leitung des Naturkunde-Museums Bielefeld zum 17. Mai 1999 findet dieses Engagement in vielerlei Weise seine Fortsetzung. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Isolde Wrazidlo im Auf- und Ausbau des inzwischen auf ca. 900 Veranstaltungen im Jahr angewachsenen museumspädagogischen Angebotes, das ebenfalls vorrangig die Kinder als Zielgruppe im Blick hat.

Daneben ist es ihr aber auch von Anfang an ein besonderes Anliegen, die Einrichtung Besucher freundlicher und attraktiver zu gestalten. Dieses zeigt sich inzwischen in vielfacher Weise. Beispielhaft seien hierfür der Name namu (Natur / Mensch / Umwelt), die konsequente thematische Ausrichtung, die Offenheit für neue Präsentationsformen, die intensivierte Öffentlichkeitsarbeit oder auch der shop-Artikel-Verkauf genannt.

Auch Dank des großzügigen Sponsorings der Stadtwerke Bielefeld, ergänzt um die Fördermittel der NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung, hat der traditionsreiche Spiegelsche Hof in den letzten Jahren deutliche bauliche Verbesserungen erfahren, um dort in zeitgerechter Weise der Bielefelder Bevölkerung sowohl eine ansprechende Dauerausstellung als auch regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigen zu können. Die Besucherzahlen bestätigen in erfreulicher Weise, wie groß das Interesse daran ist.

Isolde Wrazidlo, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch vielen ehrenamtlich im namu Tätigen, ist es wichtig, auch mit der Unterstützung durch den Förderverein, die Entwicklung fortzusetzen, damit das Museum seinen Platz in der Vielfalt der gesellschaftlichen Angebote in der Großstadt Bielefeld behaupten kann.