Honigbienen-Modell


Mit Ihrer Hilfe möchte der Förderverein des Naturkunde-Museums Bielefeld das faszinierende und detailgetreue Modell einer Honigbiene im Maßstab 35:1 den Gästen des Museums präsentieren.

 

Die Honigbiene eignet sich aufgrund ihres Bekanntheitsgrades besonders gut, Klein und Groß für Insekten zu begeistern und sich für ihren Schutz einzusetzen.

 

Die Fertigung eines Modells nimmt mehrere Monate in Anspruch. Die Kosten betragen dementsprechend mehrere Tausend Euro.

Der Förderverein bittet deshalb um Ihre Unterstützung. Jeder noch so kleine Betrag ist hilfreich.

 

Förderverein Naturkunde-Museum der Stadt Bielefeld e.V.

Sparkasse Bielefeld

IBAN: DE 98 4805 0161 0047 0054 00

 

Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt. Alle Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Gerne können Sie uns auch telefonisch oder per Mail kontaktieren:

0521 51 6734

naturkundemuseum@bielefeld.de

 

Bild: Honigbienen-Modell
Bild: Honigbienen-Modell

Modell im Maßstab 35:1

Maße: ca. 45 cm lang | 32 cm breit | 25 cm hoch

 

Die etwa 12 mm große Honigbiene (Apis mellifera) ist heute nahezu weltweit verbreitet. Sie ist das vielleicht wichtigste Nutztier der Menschheit.

In Europa sind 84% der Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Wild- und Honigbienen angewiesen. Nicht die Honigproduktion, sondern ihre Leistung als Bestäuberin macht sie unverzichtbar für unsere Ernährung und unsere Ökosysteme.

Honigbienen sind staatenbildende Insekten und leben in Völkern mit bis zu 60.000 Tieren. Sie sind, je nach Kaste (Königin, Arbeiterin, Drohne) auf verschiedene Aufgaben spezialisiert.

Eine Arbeiterin sammelt Nektar und Blütenstaub und produziert in ihrem etwa 5-wöchigen Leben ca. 2 Teelöffel Honig, bevor sie an Erschöpfung stirbt. Eine Königin legt bis zu 2.000 Eier am Tag und kann bis zu 5 Jahre alt werden.

 

Bild: Julia Stoess bei der Arbeit

Erstellt wurde das Modell der Honigbiene von der Hamburger Designerin und Modellbauerin Julia Stoess.

Sie baut Insekten-und Spinnenmodelle für Naturkundemuseen in ganz Europa. Ihre Modelle stehen mittlerweile in 30 Naturkundemuseen in vier europäischen Ländern.

Je gründlicher die Vorarbeit ist, desto leichter fällt später die dreidimensionale Umsetzung. Genaueste Studien, in der Regel am lebenden Tier, sind Voraussetzung für die Arbeit von Julia Stoess. Das Beobachten der Honigbienen in freier Natur ist für sie ebenso spannend wie lehrreich. Einige Tiere werden dann mikroskopiert und gezeichnet. Dieser altmodisch anmutende und zeitaufwändige Arbeitsschritt ist für Julia Stoess außerordentlich wichtig, denn durch die intensive Beschäftigung mit dem Tier und dem Zeichnen aller Körperteile von allen Seiten entsteht langsam ein Bild im Kopf der Designerin.

REM Fotos und digitale Makroaufnahmen mit sehr großer Tiefenschärfe (focus stacking), Micro CT und 3D- Druck tragen ebenfalls dazu bei, das Tier und seine Anatomie zu begreifen. Erst, wenn die Modellbauerin das Tier „verstanden“ hat, kann der Modellierprozess beginnen.

 

Sind alle Körperteile des Modells maßstabsgerecht vergrößert, wird alles mit Silikon abgeformt und anschließend mit Kunststoff ausgegossen. Dann folgt die Feinarbeit, die oft viele Wochen Arbeit in Anspruch nimmt. Das Kolorieren mit Airbrushtechnik ist der Anfang.

Da alle Insekten Haare, Borsten, Stacheln oder Schüppchen besitzen und diese oft als Bestimmungsmerkmale an genau definierten Stellen sitzen, wird hier mit großer Sorgfalt und viel Geduld gearbeitet. In der Regel muss für jedes Härchen ein kleines Loch gebohrt werden, in das es dann einzeln geklebt wird. Wichtig bei der Gestaltung ist auch, dass die verwendeten Materialien alterungsbeständig und nach Möglichkeit UV-resistent sind. Schließlich soll das Museum, bzw. der Besucher jahrzehntelang Freude an den Modellen haben.

 

Wichtig während des gesamten Gestaltungsprozesses ist auch der begleitende Austausch mit Wissenschaftlern und Experten für die nachzubildende Tierart. Durch enge Zusammenarbeit mit Entomologen, diversen Forschungseinrichtungen und dem Zoologischen Institut Hamburg stellt Stoess sicher, dass ihre Modelle wissenschaftlich exakt sind.