Die Naturhistorische Zeitreise mit der Stadtbahn


Das Naturkunde-Museum (namu) der Stadt Bielefeld wurde am 3. Oktober 2006 einhundert Jahre alt. Aus Anlass dieses Jubiläums machten das namu und die moBiel GmbH (das Verkehrsunternehmen der Stadtwerke Bielefeld) der Stadt ein besonderes Geschenk. Eine „Naturhistorische Zeitreise“ wurde entlang der StadtBahn-Linie von der Universität bis zum Adenauerplatz mit Schaufenstern an jeder Haltestelle und zusätzlich an den unterirdischen Stationen mit naturhistorisch interessanten Exponaten inszeniert. Die Idee zu dieser Zeitreise stammt von Dr. Martin Büchner, dem früheren, langjährigen Leiter des Naturkunde-Museums. Das gestalterische Konzept wurde von der Arbeitsgemeinschaft Museumsreif! entwickelt.

 

Die Region Bielefeld gehört zu den geologisch wie paläontologisch aufschlussreichsten Gebieten Deutschlands, da der Teutoburger Wald eine bodennahe Auffaltung von Gesteinsschichten verschiedener erdgeschichtlicher Epochen darstellt. Wichtige Abschnitte konnten durch Funde während des Baus der unterirdischen Stadtbahnabschnitte identifiziert werden. Ein Teil dieser Geschichte wurde nun entlang der Universitätslinie sichtbar gemacht:

Spektakuläre fossile Zeitzeugen kehrten gewissermaßen symbolisch an Ihre Fundorte zurück. An der Haltestelle Siegfriedplatz ist ein Original-Bohrkern, der bei den Tunnelarbeiten der StadtBahn-Linie 4 gewonnen und gesichert wurde, neben dem Fahrstuhl als Zeitachse in Szene gesetzt. An der Haltestelle Rudolf-Oetker-Halle ist ein Riesenlurch, am Hauptbahnhof ein Meeressaurier und am Jahnplatz ein Wollnashorn zu sehen. Die Betrachter können sich mit einem kurzen Film, der jeweils auf einem Videoscreen in der Bodenvitrine läuft, über diese Funde informieren. Die Geschichte dieser fossilen Tiere wird auch nach Lehren der Vergangenheit hinterfragt und leitet so zur Auseinandersetzung mit drängenden Fragen des Natur- und Umweltschutzes im Heute über.

  

Diesem Thema widmen sich auch die Museumsschaufenster an den oberirdischen Haltestellen, mit immer wieder wechselnden Inhalten. Mal ganz sachlich, mal ironisch und durchaus auch provozierend sollen an diesen Haltestellen Neugier und Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen geweckt werden.

 

Träger des Projektes ist der Förderverein Naturkunde-Museum der Stadt Bielefeld. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden.

 

Die Plakatserie in den Jahren 2006 - 2014

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Die Plakatserie "Schau mal an!" seit 2014

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