Tradition und Zukunft


Gründung

8. August 1994

Aus dem seit 1988 bestehenden Arbeitskreis „Natur und Umwelt" gründet sich der „Förderverein Naturkunde-Museum der Stadt Bielefeld e.V.". Die Ziele des Fördervereins werden in einer Satzung niedergelegt.

 

Auszug aus der beschlossenen Satzung:

§2(1a, b)

Der Förderverein setzt sich zum Ziel, das Naturverständnis zu fördern:
a) durch materielle und ideelle Unterstützung des Naturkunde-Museums der Stadt Bielefeld
b) durch Einzug des Naturkunde-Museums in die "Neue Hechelei" im Ravensberger Park und seine Weiterentwicklung in ein "Museum Natur und Umwelt"


Geschichte

 

1994 bis 1997

Der Förderverein als Mittler zwischen Öffentlichkeit, Politik und Stadtverwaltung engagiert sich stark in der Planung für ein neues Naturkunde-Museum „Museum für Natur und Umwelt" und den damit verbundenen Umzug in die „Neue Hechelei".

 

08. Oktober 1997

Der Kultur- und Sportausschuss der Stadt Bielefeld beschließt, die „Alte Tischlerei" im Ravensberger Park für das neue Museum vorzusehen.

 

1997 bis 1998

Der Förderverein erstellt in Zusammenarbeit mit Vertretern der Umweltverbände, der Universität Bielefeld, des Westfälischen Museumsamtes, des Naturkunde- und Historischen Museums ein Raumkonzept und ein Grundkonzept für das neue Museum.

 

2001

Im Frühjahr erfolgt die Ablehnung eines Neubaus für das Naturkunde-Museum durch den Rat der Stadt Bielefeld

 

2002

Der Förderverein wird Mitglied der Bielefelder NaturSchule Die Bielefelder NaturSchule ist ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm verschiedener nichtstaatlicher Bildungseinrichtungen in Bielefeld, die sich zum Arbeitskreis Naturpädagogik Bielefeld zusammengeschlossen haben.

 

2003

Der Förderverein unterstützt das Naturkunde-Museum beim Ankauf einer bedeutenden Schmetterlingssammlung, in der die Großschmetterlinge der Region komplett erfasst sind.

 

2004

Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Dr. Hans Georg Ruppel, scheidet nach 10-jähriger Amtszeit aus. Neuer 1. Vorsitzender wird Dr. Godehard Franzen.

 

2005

Mit der AG Museumsreif! entwickeln namu und Förderverein ein Konzept für eine neue Dauerausstellung. Der Förderverein beantragt Fördermittel bei der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung, die im September bewilligt werden.

 

2006

namu und Förderverein entwickeln zusammen mit der AG Museumsreif! und den Verkehrsbetrieben moBiel das Projekt Naturhistorische Zeitreise: Eine Installation von Museumsschaufenstern an den Haltestellen der Stadtbahnlinie von der Universität bis zum namu. Der Förderverein akquiriert die notwendigen Finanzmittel. Im Dezember kann sie eröffnet werden. 

Gez. Natur" ist ein weiteres Gemeinschaftsprojekt zwischen Förderverein und Museum. Auf Bitte des Fördervereins beschäftigen sich 20 Künstlerinnen und Künstler der Region mit den Sammlungsschwerpunkten des Museums und fertigen Arbeiten zu diesen Themen an. Sie spenden ihre Arbeiten dem Förderverein zum Zwecke der Versteigerung. Sie möchten mit dieser Aktion zum Erhalt der umfangreichen Sammlungsbestände des Naturkunde-Museums beitragen.

Förderverein und Naturkunde-Museum führen das Projekt „Natürlich Brücken bauen - deutsch-türkische Familienangebote rund um die Natur" durch. Sie möchten damit einen Beitrag zum kulturellen Austausch leisten zu einem „Miteinander statt Nebeneinander".

 

2007

Mit Unterstützung des Fördervereins werden mehrtägige Jungenfreizeiten - Waldabenteuer für Jungen von 8 bis 12 Jahren. Ziel ist es, in großzügiger und angenehmer Atmosphäre dem natürlichen Aktivitäts- und Erlebnisdrang junger Menschen Raum zu geben und dadurch auch ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.

 

2008

Der Förderverein erhält Umweltpreis 2007 der Stadt Bielefeld für seinen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz durch seine Bildungsarbeit. 

 

Seit Ende März wird der Spiegelshof in den Abend- und Nachstunden angestrahlt. Der Förderverein hat sich um die Illumination gekümmert und Sponsoren für dieses Projekt gewinnen können. 

 

Am 25. Juni wird die letzte Station der Naturhistorischen Zeitreise öffnet. An der Haltestelle Siegfriedplatz lässt ein Originalbohrkern 200 Millionen Jahre Erdgeschichte lebendig werden. Dank einer großzügigen Spende der Dr. Wolff-Gruppe (Alcina) und mit Unterstützung der Stadtwerke Bielefeld konnte diese technisch sehr aufwändige Installation realisiert werden. 

 

Ende November bringt der Förderverein das Kinderbuch Ella und die Muscheln im Teutoburger Wald heraus.

 

2009

Auf Initiative des Fördervereins wird Vortragsreihe Ökosystem Erde – Chancen und Gefahren“ etabliert. 

Das namu und der Förderverein werben im Schaufenster des moBiel Hauses am Niederwall für die Naturhistorische Zeitreise mit der StadtBahn. Denn: Naturkunde muss nicht knochentrocken sein, wie die Reise entlang der Stadtbahn-Linie von der Universität bis zum Adenauerplatz lebhaft beweist.

 

2010

Die Naturfilm-Produzenten Michael Blaschke und Ulrich Haufe erstellen für das namu vier Naturfilme, die die Bedrohungsfaktoren anhand von heimischen Tieren aufzeigen. Der Förderverein wirbt die erforderlichen Mittel bei den Stadtwerken ein.

 

2011

Mit Unterstützung des Fördervereins werden zwei neue Angebote entwickelt, zum einen das Projekt namu-kids, das sich speziell an Grundschulen mit hohem Migrationsanteil wendet, und zum anderen ein Veranstaltungskonzept für Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Kooperation mit dem „Tageshaus Bielefeld“.

 

Umweltbildung auch im öffentlichen Raum, nicht nur im Museum! Nach dem Vorbild der „Museumsfenster" entlang der Bielefelder Stadtbahnlinie 4 wird dies in einem 2jährigen Projekt zwischen dem namu und der Marktkauf-Filiale in Gadderbaum realisiert. Zum gemeinsamen werblichen Nutzen werden hier ökologische Informationen und Zielsetzungen einerseits und das umfangreiche Bio-Warenangebot andererseits pfiffig auf einen Nenner gebracht. Im Eingangsbereich des Supermarktes wurde eine "Infopoint" eingerichtet.

 

Mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung durch den Förderverein wird das Theater-Projekt Bielefelder Untergrundgeschichte(n)“ realisiert. In Kooperation mit dem AlarmTheater wird mit Schüler/innen der Gertrud-Bäumer-Realschule, dem Max-Planck-Gymnasium, der Laborschule sowie der Schoolparty unter Leitung von Daniel Wagenbreth eine Performance mit Schauspiel, Musik und Tanz erarbeitet, die naturkundliche Themen der Naturhistorischen Zeitreise aufgreift und am 21. Mai 2011 vor mehr als 1000 begeisterten Zuschauern auf dem Siegfriedplatz aufgeführt wird.

 

2013

Im April 2013 folgt Sarah Wiener, TV-Köchin und engagierte Streiterin für eine Ernährung mit nachhaltig produzierten Lebensmitteln, einer Einladung des Fördervereins. Sie besucht am 21. April das namu und gestaltet mit dem Förderverein und dem namu einen Gesprächsabend zum Thema „Ernährung und Nachhaltigkeit“ im großen Saal der Ravensberger Spinnerei (VHS). 350 Besucher/innen erleben eine engagierte Sarah Wiener.

 

2014

Das namu beteiligt sich mit mehreren Projekten und Angeboten am 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Bielefeld. Eines der Projekte ist „Der Tag im Teuto“, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem AlarmTheater, das maßgeblich vom Förderverein finanziert wird. Die Open-Air-Performance findet vor großem Publikum am 21. Juni im Wald oberhalb des Tierparks Olderdissen statt.

 

Im Dezember wird die komplett umgebaute Geologie-Ausstellung - der neue "Geo-Stollen" - mit einem Festakt der Öffentlichkeit präsentiert.

 

2015

Dr. Godehard Franzen bekundet den Wunsch, nach 11-jähriger Amtszeit als FV-Vorsitzender die Funktion aus privaten Gründen niederzulegen. Der Vorstand entspricht seinem Wunsch und wählt Wolfgang Goldbeck auf der Mitgliederversammlung im August zum neuen Vorsitzenden.

Auf Vorschlag des Vorstandes wird Dr. Godehard Franzen zum Ehrenvorsitzenden des Fördervereins ernannt.

 

2016

Im April wird im Bielefelder Stadteil Sudbrack bei Bauarbeiten ein großer eiszeitlicher Findling entdeckt. Der 8,5 Tonnen schwere und knapp 3 Meter hohe Stein kann dank der Unterstützung des Fördervereins und weiterer Spender auf der Wiese am Spiegelshof aufgestellt werden.

Dem Ehrenvorsitzenden und früheren Leiter des Museums, Martin Büchner, wird im Jahr 2016 eine besondere Ehre zuteil: ein von ihm vor 40 Jahren gefundener Schädel eines Riesenlurchs aus der Triaszeit wird als neue und bisher unbekannte Art erkannt. Das Fossil wird ihm zu Ehren Cyclotosaurus buechneri genannt.