Geologische Sammlung - Patenschaften


Die geologische Sammlung des namu beinhaltet rund 50.000 Stücke und wurde über mehr als ein Jahrhundert zusammengetragen. In der Sammlung befinden sich zahlreiche Versteinerungen, Gesteinsproben und Minerale. Den Löwenanteil stellen dabei Objekte aus der Region Bielefeld bzw. Ostwestfalen. 

 

Eine Patenschaft für ein geologisches Objekt ist etwas sehr exklusives: Schaffen Sie eine Bindung zu einem Stück heimatlicher Erdgeschichte oder zu einem Kristall, den Sie besonders schön finden - in unserer Sammlung ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Die Gelder aus den Patenschaften fließen in die Bewahrung der Sammlung als Ganzes, zum Beispiel in den Kauf von Verbrauchsmaterialien, Sammlungsschachteln oder bei Bedarf in die Konservierung zerfallsgefährdeter Objekte. Jede Patenschaft für ein einzelnes Stück hilft also der gesamten Sammlung!

 

Hier eine kleine Auswahl der möglichen Objekte. Weitere Fossilien, Minerale oder Gesteine auf Anfrage:  


Fossilien


Foto Gesteinsplatte mit 30 cm langem Urlurch-Schädel aus Bielefeld

Cyclotosaurus buechneri - der weltweit einzigartige Riesenlurch aus Bielefeld

 

Dieses ganz besondere Stück wurde im Jahre 1975 vom damaligen Museumsleiter Dr. Martin Büchner gefunden. Im Jahr 2016, mehr als 40 Jahre nach seiner Entdeckung, erschien eine wissenschaftliche Publikation, die ihn als bislang unbekannte Art "entlarvte". Die Autoren machten von ihrem Recht zur Namensgebung Gebrauch und ehrten mit dem Artnamen buechneri den Finder des Fossils. Dieser etwa 30 Zentimeter lange Schädel aus der Oberen Triaszeit (etwa 230 Millionen Jahre alt) ist absolut einzigartig auf der Welt. 

 

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Foto Fischfossil aus Bielefeld-Gadderbaum

Schmelzschuppenfisch Lepidotes elvensis aus dem Unteren Jura Bielefelds

 

Dieser etwa 40 Zentimeter lange Fisch wurde im Jahr 1962 in einer Tongrube am Quellenhof in Bielefeld-Gadderbaum gefunden. Feinste Details seiner Knochen und seines Schuppenkleids haben sich über mehr als 180 Millionen Jahre erhalten.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Foto versteinertes Ammonitengehäuse mit sichtbarer Kammerung

Ammonit Homoeoplanolites funatus, Porta Westfalica 

 

Das Gehäuse eines Ammoniten erinnert an eine Schnecke, tatsächlich sind Ammoniten aber Verwandte von Tintenfischen - ähnlich dem Nautilus (Perlboot), der noch heute existiert. Die Ammoniten aus Porta Westfalica zeigen beim Aufschneiden hervorragend ihre gekammerte Schale. Die Kammern selbst sind durch Mineralneubildungen oft mit farbenfrohen Kristallen bewachsen. Dieses Stück zeigt eine weitere Besonderheit: in der äußersten Kammer, der Wohnkammer, sind nach dem Tod des Tieres Reste von anderen Tintenfischverwandten (Belemniten) eingespült worden.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Foto Muschelfossil "Trigonia" aus Bielefeld-Gadderbaum

Muschel Trigonia aus Bielefeld-Gadderbaum

 

Diese bizarr geformte Muschel ist unter Paläontologen fast schon ein "Markenzeichen" Bielefelds. Sie wurde massenhaft - und oft wunderschön erhalten - in den Tongruben der Bodelschwingh'schen Anstalten gefunden. Trigonien aus "Bethel bei Bielefeld" fanden ihren Weg in unzählige erdgeschichtliche Sammlungen auf der ganzen Welt. Ihr Alter beträgt rund 170 Millionen Jahre.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Foto Korkenzieher-Ammonit

Ammonit Hyphanthoceras reussianum, Halle (Westfalen) 

 

Im Laufe der Kreidezeit entwickelten einige Ammoniten besonders bizarre Formen. Sie entrollten ihr Gehäuse zu offenen Spiralen oder sogar zu der links zu sehenden Form. Diese rund 90 Millionen Jahre alte Gattung wird auch sehr treffend "Korkenzieher-Ammonit" genannt. In den Kalksteinbrüchen des Teutoburger Waldes rund um Bielefeld wurden zahlreiche dieser besonderen Ammoniten gefunden - ein weiteres fossiles Markenzeichen der Region.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Minerale


Foto eines klaren Bergkristalls

Bergkristall

 

Klein aber fein - die besonders reine Varietät des Quarzes ist immer wieder schön anzuschauen.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Foto Pyrit

Pyrit

 

Auch "Katzengold" genannt. Chemisch eine Verbindung aus Eisen und Schwefel, bildet der Pyrit formenreiche und teils sehr große goldglänzende Kristalle. Gleichzeitig ist er aber auch eines unserer Sorgenkinder: Pyrit und ähnliche Eisen-Schwefel-Verbindungen neigen bei zu hoher Luftfeuchtigkeit zum Zerfall. Auf unsere Pyrite - und auch auf viele Fossilien, die Pyrit enthalten - müssen wir besonders aufpassen.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Gesteine


Foto Osningsandstein mit reichem Farbenspiel (rot, ocker, hellgelb, grau)

Osning-Sandstein aus Bielefeld

 

Der wichtigste und markanteste Baustein im historischen Stadtbild Bielefelds bildet den mittleren und höchsten Kamm des Teutoburger Waldes. Wandern Sie den Hermannsweg, sind Sie fast ausschließlich auf Osning-Sandstein unterwegs. In der Region um Bielefeld zeigt der Osning-Sandstein häufig besonders schöne Farben und Muster. Sie sind durch Eisenoxid-Ausfällungen in seinen Poren entstanden.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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Foto große Granatkristalle in Glimmerschiefer

Granat-Glimmerschiefer, Zillertal (Österreich)

 

Nicht jeder Granat hat Edelsteinqualität, aber fast jeder Granat bildet sehr markante formschöne Kristalle, in diesem Fall sogenannte Rhombendodekaeder. Die Kristallform ist das äußere Abbild der inneren geometrischen Ordnung im Kristall. Diese besonders schöne Stufe ist übersät mit über zwei Dutzend Granatkristallen, die teilweise die Größe von Weintrauben erreichen.

 

(Foto: Madeleine Blaschke)

 

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