Vogelsammlung - Patenschaften


Foto eines Bartgeier-Präparats vor der Restaurierung

Bartgeier (Gypaetus barbatus)

 

Über lange Zeit waren die Respekt einflößenden Bartgeier mit einer Spannweite von knapp 3 Metern verhasst. Sogar in naturwissenschaftlichen Büchern wurden sie als blutrünstige Vögel beschrieben, die Lämmer, Ziegen und selbst Kinder verspeisen, fand man doch große Knochen in ihren Mägen. Dabei jagen Bartgeier niemals. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Knochen toter Huftiere, die sie aufgrund spezifischer Anpassungen hervorragend verwerten können. 

 

 

Die aufwendige Präparation wurde möglich dank der Sparkassen-Aktion "Bielefeld zeigt Herz".  

Das namu dankt der Sparkasse Bielefeld für die Übernahme der Patenschaft.

Foto des restaurierten Bartgeiers Februar 2017. Auf dem Foto zu sehen: Stephan Priemer (Sparkasse Bielefeld), Carsten Grobek (Präparator), Isolde Wrazidlo (Naturkunde-Museum) und Wolfgang Goldbeck (Förderverein)

Gypaetus barbatus:

restauriert im Februar 2018

 

Auf dem Foto zu sehen: Stephan Priemer (Sparkasse Bielefeld), Carsten Grobek (Präparator), Isolde Wrazidlo (Naturkunde-Museum) und Wolfgang Goldbeck (Förderverein).



Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) vor der Restaurierung

Sumpfmeise (Poecile palustris)

 

Anders als ihr Name vermuten lässt, bewohnt die Sumpfmeise in Mitteleuropa bevorzugt Laub- und Mischwälder mit ausreichend Totholzbestand und lichtem Unterwuchs.  Sie ist aber auch in Parks, größeren Gärten und auf Friedhöfen mit älteren Laubhölzern anzutreffen. Im Gegensatz zu ihrer Zwillingsart, der Weidenmeise, schätz sie keine reinen Nadelholzforste.

Die Sumpfmeisen sind Standvögel mit hoher Reviertreue. Ihre Nisthöhlen werden in Buche, Eiche, Birke und weiteren Laubhölzern gefunden. Sie ernähren sich von kleinen Insekten, Larven und Spinnen, während sie im Winter häufig an Früchten fressend beobachtet werden. Gerne turnen sie im Gezweig herum, oft mit dem Bauch nach oben hängend.

Die Sumpfmeise ist ein Charaktervogel der Buchenwälder des Teutoburger Waldes.

 

Das namu dankt dem Rotary Club Bielefeld für die Übernahme der Patenschaft

Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) nach erfolgreicher Restaurierung

Poecile palustris:

restauriert im Oktober 2017



Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) vor der Restaurierung

Blaumeise (Parus caerulus)

 

Die Blaumeise ist die vierthäufigste Vogelart Bielefelds und nahezu das Jahr über allgegenwärtig.

Sie ist ein ausgeprägter Höhlenbrüter und benötigt dementsprechend ältere Baumbestände. Ihre hohe Siedlungsdichte in Wohngebieten dürfte auf die vielen dort angebotenen Nistkästen zurückzuführen sein. Aufgrund ihrer Ernährungsweise gehört sie zur ökologischen Gilde der "Blattabsucher": Sie hängt sich gerne an die äußeren Zweigspitzen und liest Insekten und deren Larven und Puppen von den Blättern der Laubbäume ab. 

 

Dank der großzügigen Unterstützung vieler Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher - mittels einer Geldspende in unsere Spendenbox - konnte unsere kleine Blaumeise aus den Sammlungen zu einem Erholungsurlaub auf der "Beautyfarm" aufbrechen.

Jetzt ist sie frisch und erholt zurückgekommen.

Fantastisch!

 

Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) nach erfolgreicher Restaurierung

Parus caerulus:

restauriert im Juni 2018



Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) vor der Restaurierung

Eisvogel (Alcedo atthis)

 

Der "fliegende Edelstein" lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Er ernährt sich dort von Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen. Diese fängt er, indem er sich von einem nah am Wasser liegenden Ast Kopf voran auf seine Beute im Wasser stürzt.

Der Eisvogel besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika.

Die Oberseite des Gefieders wirkt je nach Lichteinfall kobaltblau bis türkisfarben und steht in starkem Kontrast zur, bis auf die weiße Kehle, rostrot bis kastanienbraun gefärbten Unterseite der Altvögel.

 

Das namu dankt der Halfar System GmbH für die Übernahme der Patenschaft

 

Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) nach erfolgreicher Restaurierung

Alcedo atthis:

restauriert im Juni 2018



Foto eines Präparats (2 Sumpfmeisen auf Zweigen) vor der Restaurierung

Gimpel oder Dompfaff (Pyrrhula pyrrhula)

 

Der Gimpel oder im Volksmund auch "Dompfaff" genannte Vogel lebt ganzjährig in Mitteleuropas Wäldern, Parkanlagen oder Gärten mit Bäumen und Büschen. Dort findet er seine Nahrung, die im Frühjahr hauptsächlich aus Knospen besteht und im Sommer aus Samen und  Beeren. Im Herbst und Winter, wenn die Brutzeit vorbei ist, kann der sonst scheue Fink an Futterstellen beobachtet werden.

Am Gefieder sind Männchen und Weibchen gut zu unterscheiden. Das Männchen hat eine auffällige rote Brust und eine schwarze Haube. Mit einer grau-braunen Brust kommt das Weibchen dezenter daher.

 

Durch sein unauffälliges Verhalten wird der Gimpel meistens übersehen und überhört. Die Bestandsschätzungen sind entsprechend unsicher. Für die Jahre 2005-2009 wird der Brutbestand in NRW auf 12 500 - 23 000 Reviere geschätzt. Für das Bielefelder Stadtgebiet lässt sich auf 230 -570 Reviere schließen.

 

Das namu dankt Frau Anette Fischer für die Übernahme der Patenschaft

 

Pyrrhula pyrrhula:

präpariert im Juli 2018 



Foto Bienenfresser-Präparat

 

Bienenfresser (Merops apiaster)

 

Der Bienenfresser ist ohne Zweifel einer der buntesten Vögel Europas. Auch in Deutschland ist der wärmeliebende Zugvogel mittlerweile heimisch geworden.

Mit Vorliebe verspeist er Hautflügler wie Bienen, Hummeln und Hornissen, wobei durch kräftige Schläge auf eine Unterlage erst die Giftdrüsen des Insekts entleert werden.

Nach seiner Rückkehr aus Afrika beginnt für den Bienenfresser ab Mitte Mai die Brutsaison in Europa.

Das Nest wird als Bruthöhle etwa einen bis eineinhalb Meter tief in Hänge, Steilufer oder Sandgruben gegraben.

Leider brütet er seit einigen Jahren nicht mehr in OWL. Mit wenigen Paaren ist er aber noch im Rheinland vertreten.

 

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Foto Wiedehopf-Präparat mit ausgebreiteten Flügeln

 

Wiedehopf (Upupa epops)

 

Dieser exotisch anmutende Vogel mit den unverwechselbaren Kopffedern ist in Mitteleuropa selten geworden und in weiten Teilen seines ehemaligen Verbreitungsgebiets bereits verschwunden. Veränderungen der Landschaft durch natürliche Sukzession, intensive Landwirtschaft oder Aufforstung sind dafür mögliche Ursachen.

Auch der Wiedehopf ist in Mitteleuropa ein Zugvogel und verbringt die Winter in Afrika. Zur Brut zieht er dann nach Norden, wo er warme, licht bewaldete Gebiete oder Buschlandschaften bevorzugt.

Der Wiedehopf nistet in natürlichen Höhlen in Bäumen, Steinwänden oder auch im Wurzelwerk.

 

Der Wiedehopf brütete bis Mitte der 1950er Jahre in der Senne.

 

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Foto Wasseramsel-Präparat (restaurierungsbedürftig)

 

 Wasseramsel (Cinclus cinclus)

 

Dieser etwa starengroße Singvogel mit dem markanten hellen Brust- und Kehlfleck kommt in unseren Breiten als Jahresvogel an schnell fließenden, klaren Gewässern vor.

Wie der Name schon andeutet ist die Wasseramsel in ihrer Lebensweise stark an das Element Wasser gebunden. Dort ernährt sie sich hauptsächlich von Wasserinsekten, die sie meist tauchend erbeutet.

Wasseramseln bauen ihre Kugelnester in Höhlen und Nischen, meist sehr nah am Wasser. Auch in harten Wintern verlassen sie ihr Brutgewässer in der Regel nicht, solange es nicht zufriert.

 

Im Bielefelder Raum sind sie eher selten anzutreffen. Es gibt jedoch Anzeichen, dass ihr Bestand außerhalb der Stadtgrenzen wieder leicht zunimmt.

 

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Foto Sommergoldhähnchen-Präparat (restaurierungsbedürftig)

 

Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)

 

Dieser nur etwa neun Zentimeter lange Winzling mit der auffälligen orange-gelben Irokesen-Frisur besiedelt mit Vorliebe Fichtenforste und ist deshalb in unseren Wäldern nur selten anzutreffen. Insbesondere in den reinen Kiefernwäldern der Senne kommt er nur vereinzelt vor.

Reine Laubwälder meidet der kleine Insektenfresser ebenso wie sein Vetter, das Wintergoldhähnchen.

Viele Sommergoldhähnchen in Deutschland ziehen im Herbst in die wärmeren Gefilde Südfrankreichs, Spaniens oder Nordafrikas und kehren im Frühling zur Brut nach Mitteleuropa zurück. Das Nest baut das Weibchen allein, wird beim Herbeischaffen des Nistmaterials aber vom Männchen begleitet. Die Fütterung der Jungen übernehmen beide.

 

 

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